Firstload – Pressefreiheit ade?

Submitted by Toralf on April 28, 2008 - 11:21pm.

Heute habe ich etwas gelesen, was mich wirklich zum Schmunzeln gebracht hat. Ich wusste ja, dass ich, wenn ich Journalist wäre, einiges an Vorteilen anderen Berufsgruppen gegenüber genießen würde. Dass mir aber auch Firstload einen Vorteil bieten würde, damit habe ich nicht gerechnet.
Nun habe ich aber gelesen, dass Journalisten bei Firstload einen völlig kostenfreien Testzugang bekämen – zeitlich und größentechnisch beschränkt, den der Journalist auch nicht kündigen müsste, der dann einfach ausliefe, wenn das Kontingent verbraucht ist.
Finde ich wirklich lustig! Aber ich komme einfach nicht umhin, mich zu fragen, ob denn die Pressefreiheit darunter leidet. Denn, ganz ehrlich: Wenn ich etwas umsonst bekomme, macht es gleich einen positiven Eindruck bei mir. Ist das bei denjenigen Journalisten, die über Firstload schreiben, genauso? Interessante Frage, wie ich finde.
Denn dann könnte ich keinen Wert mehr darauf legen, was die Presse schreibt. Ich lese jetzt schon mit kritischen Argusaugen, aber dann würde ich der Presse gar nicht mehr trauen. Steht etwas Positives in den Schlagzeilen, wo es um eine Firma, Firstload beispielsweise, geht, stellt sich mir die Frage, ob ich dem Bericht über den Weg trauen kann.
Mal im Ernst: Wo bleibt denn die Pressefreiheit, wenn die Journalisten schon fast „bestochen“ werden? Dabei spreche ich die Journalisten von jeder Schuld frei – wenn ich einen gratis Zugang bei Firstload bekäme oder etwas anderes, was mich nichts kostet, würde ich auch zuschlagen.
Aber für mich kann es nicht angehen, dass diejenigen, die objektiv über etwas berichten sollen, durch gratis Angebote einen positiven Eindruck erhalten.